Besuch Erzbischof Thissen am 4.9.2008

 
Auf Einladung des „Freundeskreises des Hilfsvereins St. Ansgar“ besuchte unser Erzbischof Dr. Werner Thissen am Donnerstag, den 4. September, abends die Alimaus. Dieses Mal war der Zweck des Besuches nicht, die Alimaus kennen zu lernen, das hat er schon zu Beginn seiner Amtszeit getan und mehrfach wiederholt. Anknüpfungspunkt war vielmehr, dass der Erzbischof zusammen mit Synodenpräsident Hans Peter Strenge Gründungsmitglied des Freundeskreises ist. So war der „Freundeskreis“ seinerseits daran interessiert, zu hören, was das Leben des Erzbischofs von Hamburg ausmacht, seine Ziele und die Probleme, die ihn belasten.

Zunächst stellte Erzbischof Thissen die ungeheure Weite der Erzdiözese Hamburg vor, und hob das Projekt „Salz im Norden“ hervor. Zu den Zielen gehöre auch das soziale Engagement, das sich in der Alimaus so wunderbar zeige. Er erzählte von seinem Besuch als Misereor-Bischof in Südafrika, bei dem er sich eine schwere, langwierige Erkrankung zugezogen habe, deren Folgen er noch nicht ganz überwunden hat. Er lobte die guten ökumenischen Beziehungen hier im Norden und verwies auf ähnliche strukturelle Probleme beider Kirchen.
 
 
Nicht wenig Zeit und Kraft fordere die durch den Koalitionsvertrag vereinbarte Umstellung des Schulsystems, die auch die zahlreichen katholischen Schulen in Hamburg betreffe. Das aktuellste Problem wollte er nicht auslassen: Wenige Tage zuvor war in einer katholischen Einrichtung des „betreuten Wohnens“ in Harburg ein Bewohner erst acht Tage nach seinem Tod in seinem Appartement aufgefunden worden. Die Medien hatten diesen Fall gründlich ausgeschlachtet. Erzbischof Dr. Werner Thisse war von dem konkreten Fall sichtlich betroffen, legte dann aber die komplexe rechtliche Lage solcher Einrichtungen dar. In der Zukunft müsse diese für Bewohner und Angehörige deutlicher abgeklärt werden. Auch hier sei aber die ehrenamtliche Tätigkeit gefragt, um das menschliche Klima und das Wissen der Menschen umeinander zu fördern.