Jubiläumsfest

Man kann es kaum glauben: die Alimaus dient nun schon 20 Jahre lang Obdachlosen und Armen – und es gibt heute noch Menschen, die damals dabei waren und jetzt noch aktiv sind. Maria Schirrmacher gehört dazu, genauso Sr. Barbara und Sr. Jacinta. Am 10. Mai 1993 wurde das erste Mal im Zirkuswagen am Nobistor Essen ausgeteilt. Sr. Barbara war dabei, hat über alle Jahre bis Ende 2012, wenn es bei ihren anderen Aufgaben gerade möglich war, montags unsere Gäste bedient, und seit 2002 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Hilfsvereins St. Ansgar.

Am 24. Mai, dem Freitag nach Pfingsten, haben wir dieses runde Jahr Alimaus begangen. In der Kirche St. Joseph auf der Großen Freiheit, die bis zum letzten Platz besetzt war,  haben wir mit einem ökumenischen Gottesdienst unter Leitung von Erzbischof Dr. Werner Thissen und Frau Bischöfin Kirsten Fehrs das Fest eröffnet.

Nach St. Joseph gehen wir bei jedem Alimaus Fest, St. Joseph hat nämlich von Anfang an zur Alimaus gehört, nicht zuerst die Kirche, sondern die Garage, in der in den ersten Wochen der Abwasch gemacht werden konnte. Denn damals gab es noch kein fließendes Wasser für die Alimaus. Beide Prediger wiesen auf das wunderbare Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen hin. Im Zelt am Nobistor ging es dann mit Begrüßung der Gäste und einer Darstellung der Ursprünge unserer Arbeit, der Entwicklung der Alimaus und der heute vorherrschenden Probleme  durch den Vorsitzenden des Hilfsvereins weiter.

Schülerinnen der 7. Klasse der katholischen Schule Hamburg-Billstedt bereicherten das Programm mit ihren lebendigen Einlagen. Grußworte sprachen Hans Peter Strenge, der 1993 Bezirksamtsleiter von Altona war und uns den Platz auf den städtischen Grünanlagen gegeben hat,

und Staatsrat Jan Pörksen von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.  Ihm lag daran, das Zusammenwirken von staatlicher und ehrenamtlicher Arbeit zu betonen und die großen Probleme mit Migration in der gegenwärtigen Zeit zu beleuchten. Auch die Sozial-Dezernentin von Altona Frau Imogen Buchholz sprach über die vertrauensvolle Zusammenwirken von Bezirk und Hilfsverein. Altona ist stolz darauf, die Alimaus zu haben. Gute Wünsche gab auch Waltraud Campen vom Malteser-Nordlicht, das einmal unter dem Namen Friedenspfeife eine Gründung durch Frau Gabriele Scheel im Zusammenspiel mit der Alimaus gewesen war, mit auf den Weg. Der Inner Wheel Club Hamburg-Schenefeld überreichte einen ansehnlichen Scheck. Am Schluss wurde die druckfrische „Kleine Geschichte der Alimaus“ den Ehrengästen überreicht. Vom Hintergrund hörte man schon den Dixieland-Sound von Henry‘s Fidgety Feetwarmers,

und der signalisierte: das Wesentliche des Festes hat begonnen, die Würste liegen auf dem Grill, die Suppe ist gekocht. Kuchen und Torten sind angeschnitten, die Waffeleisen dampfen, der Saft fließt.

Der Worte waren es genug, nun lassen wir es uns gut schmecken. An die 600 Menschen sind gekommen, der liebe Gott hat allen Regen auf später verschoben, so konnten alle Gäste bei Trockenheit und ein paar Sonnenflecken auf dem Rasen 20 Jahre Alimaus  bis zum frühen Abend genießen.