Zum Tod von Sr. Gerharda

Schwester Gerharda Rekers ist am 27. Mai 2013 im Mutterhaus der Thuiner Franziska­nerinnen in  Thuine gestorben. Sr. Gerharda wurde am 18. April 1935 in Spelle geboren. Sie trat am 19. April 1953 in die Kongre­gation der Franziskanerinnen ein. Sie wurde Krankenschwester und leitete 32 Jahre mit großem Können und Begeisterung die Krankenpflegeschule am Krankenhaus Thuine.

Im Jahr 2000 kam sie nach Hamburg und arbeitete zunächst in der Alimaus mit. 2003 übernahm sie die Leitung der Einrichtung. Die Arbeit mit den Bedürftigen und Almen war ihr eine Herzenssache, in die sie ihre ganze Kraft investierte. Durch ihre Initiative  wurde die Alimaus entscheidend er­weitert. Die neue Küche wurde gebaut,  und die Abteilungen Don Alfonso (Kleider­kammer,) Metanoite (Büro des Diakons) und Nobis Bene (sanitäre und ärztliche Hilfe) angemietet und hergerichtet. Sie leitete junge Menschen zur Mitarbeit an und vertrat die Sache der Obdachlosen in der Öffentlichkeit. Die Leser von  BILD Ham­burg wählten Sr. Gerharda zur Hamburgerin des Jahres 2006 im Bereich Nächsten­liebe. Sr. Gerharda beendete ihren Dienst in der Alimaus wegen Krankheit im Juni 2009. Bundespräsident Dr. Horst Köhler verlieh ihr das Bundesverdienstkreuz und überreichte ihr zusammen mit anderen Persönlichkeiten  des öffentlichen  Lebens die Auszeichnung persönlich anlässlich des Tages der deutschen Einheit 2009 im Schloss Bellevue.  Sr. Gerharda verbrachte ihre letzten Lebensjahre in Thuine. Mit großer Freude dachte sie immer an ihre Hamburger Jahre zurück.

Das Requiem und die anschließende Beisetzung auf dem Klosterfriedhof fanden am 31. Mai unter sehr großer Beteiligung statt. Von der Alimaus haben 20 Mitarbei­terInnen Sr. Gerharda ganz persönlich in Thuine die letzte Ehre erwiesen. Der Vor­sitzende des Hilfsvereins P. Karl hat den bleibenden Dank der Alimaus am Grab in einer Ansprache zum Ausdruck gebracht.