Abschied von den Schwestern

Überall, wo Menschen an ihre Grenzen geraten, rufen sie nach der Mutter oder der Schwester.  In der Alimaus sind viele Menschen an ihren Grenzen. Unsere „Schwestern“ waren unübersehbar rund um die Uhr für sie da. 

Deswegen ist der Weggang der Thuiner Schwestern aus der Alimaus ein großer Einschnitt. Jeder spürt das.  Beim Sommerfest Ende Mai wollten sie sich noch nicht feiern lassen, sondern  machten selbst noch einmal Geschenke. Sr. Henrike hat dabei die Schätze der Küche hervorgezaubert  und alle Gäste vor allen Dingen mit wunderbaren Torten beschenkt. Am 8. Juni „high noon“ waren die Schwestern dann selbst dran.

Schwestern

Zum  festlichen Dankamt  war  St.Josef auf der Großen Freiheit übervoll mit Gästen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Kirche und Staat waren hochrangig vertreten. Erzbischof Dr. Stefan Heße stand der Feier vor, und auch die Bezirksamtsleiterin von Hamburg-Altona Frau Dr .Liane Melzer war dabei. Klaus Werner Held zog zur Ehre Gottes und zur Freude der Gäste alle Register der Orgel.  In seiner Predigt ging Erzbischof Stephan  auf den Propheten Elija ein, der in einer Umwelt, die den Lebens-göttern huldigte, an dem einen Gott, der Leben schenken kann, festhielt. Er zog die Parallele zu den Schwestern, die im Umkreis „großer Freiheiten“ den wahren Gott ansichtig gemacht hätten. „Sie haben nun Ihren Auftrag in Hamburg erfüllt.“ Für diese große Zeit im Dienst an den Menschen sagte der Erzbischof den Schwestern herzlichen Dank.

Frau Dr. Melzer richtete bei dem anschließenden Empfang im Pfarrsaal von St. Josef ein Grußwort an die Versammlung. Sie dankte den Schwestern dafür, dass sie allen Gästen der Alimaus immer eine besondere herzliche Atmosphäre bereitet hätten. Sie selbst habe das bei mehreren Besuchen immer gespürt. Sie wünschte den Verantwortlichen und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, dass sie die Alimaus unter den neuen Bedingungen  in eine gute Zukunft führen. Der Vorsitzende des Hilfsvereins St. Ansgar, P. Karl Meyer hatte zuvor die vielen Gäste  begrüßt. Er ließ die Zeit der Schwestern noch einmal anklingen und hob besonders hervor, dass es für unsere Gäste nicht um Events geht, sondern um bleibende verlässliche Nähe. Die hätten die Schwestern wunderbar garantiert.  Auch den Helferinnen und Sponsoren dankte er für ihre Treue. Der neue Leiter der Alimaus Holger Triebel dankte dann den Schwestern ganz persönlich für die fruchtbare gemeinsame Zeit. Eine Gruppe unserer  Gäste trug  ein kleines Couplet über die Arbeit der Schwestern vor, das sie unter Anleitung von Herbert Wolf gedichtet und eingeübt hatten.  Das bereitete den Schwestern besondere Freude.  Die Provinzoberin der Thuiner Franziskanerinnen, Sr. Benedicta Abeln, dankte ihrerseits für viele Jahre guter Zusammenarbeit. Vorstand und Leitung der Alimaus überreichten den Schwestern Abschiedsgeschenke, die an die Vergangenheit erinnerten und auf die Zukunft blickten. Viele andere persönliche Geschenke häuften sich dazu. Den Schwestern war es wichtig, dass nicht sie allein die Alimaus getragen hätten, sondern viele Frauen und Männer in den langen Jahren auch dabei waren. Recht hatten sie damit! Stellvertretend für die vielen Helferinnen, die die Alimaus von Anfang an stützen,  dankte P. Karl namentlich Frau Barbara Schönwälder, die bis ins hohe Alter an vielen, vielen  Tagen in der Küche tatkräftig mitgearbeitet hat.  Noch lange Zeit blieben die Gäste zusammen, erfreuten sich am reichen, nahrhaften Buffet und noch mehr an guten Gesprächen.